Ein leistungsfähiger Zubringer
zum Vollanschluss Halten

Der Schwyzer Regierungsrat hat für den Autobahnzubringer Halten mit der Zustimmung der Gemeinde Freienbach ein Vorprojekt ausgelöst. Am 24. und 25. November 2014 informierten die Behörden die Öffentlichkeit über den Variantenentscheid.

Das Bundesamt für Strassen ASTRA ist bereit, den Autobahnanschluss Halten vom Halb- zum Vollanschluss auszubauen – unter der Voraussetzung, dass der Kanton Schwyz einen leistungsfähigen Zubringer realisiert. Den Behörden war es ein Anliegen, die Linienführung des Zubringers breit abzustützen. 2013 wurde ein Mitwirkungsprozess initiiert: An drei Veranstaltungen wogen direkt und indirekt betroffene Einwohner die Vor- und Nachteile der verschiedenen Varianten gegeneinander ab.

Von den diskutierten Lösungen kristallisierten sich zwei mehrheitsfähige Varianten heraus: eine mit offener Linienführung und Anschluss an die Wilenstrasse und eine mit Tunnel und Anschluss an die Wolleraustrasse. In einer abschliessenden Verlautbarung hielten die Mitwirkungsteilnehmenden fest, dass die Tunnel-Variante weiterverfolgt werden soll und dass die flankierenden Massnahmen vor dem Bau rechtlich, technisch und finanziell sichergestellt werden sollen.

Der Vorsteher des Baudepartementes, Othmar Reichmuth, zeigte am Ende der Mitwirkung Verständnis für den Wunsch nach einem Tunnel. Er wies aber auch darauf hin, dass diese Variante nicht so ohne Weiteres realisiert werden kann.

Ein vertiefter Variantenvergleich als Grundlage

Dem Regierungsrat war es wichtig, den endgültigen Entscheid auf Basis einer soliden Grundlage zu fällen. Um die Vor- und Nachteile der beiden Varianten zu überprüfen, liess das kantonale Baudepartement als Zwischenschritt einen vertieften Variantenvergleich erarbeiten. Dabei liessen die beauftragten Planer die Rückmeldungen aus dem Mitwirkungsprozess in ihre Arbeit einfliessen.

In ihrer Studie kommen die Experten zum Schluss, dass sich die beiden Varianten in der verkehrlichen Wirkung kaum unterscheiden. Die Tunnel-Variante schneidet im Bereich Umwelt etwas besser ab – jedoch nicht in einem Ausmass, welches die über vier Mal höheren Bau- und Unterhaltskosten rechtfertigt. Die Variante mit offener Linienführung beeinträchtigt zwar das Landschaftsbild, jedoch hätte auch die Tunnel-Variante klare Nachteile für die Umwelt zur Folge.

Die gleiche Variante favorisiert

Der Schwyzer Regierungsrat und der Gemeinderat Freienbach haben das Ergebnis der Fachleute diskutiert. Übereinstimmend wurde die Variante mit der offenen Linienführung favorisiert. Ausschlaggebend waren das gute Kosten-/Nutzenverhältnis und der Umstand, dass die Tunnel-Lösung aufgrund der angespannten Finanzlage der Gemeinde Freienbach kaum eine Mehrheit finden würde.

Für die Variante mit offener Linienführung betragen die Baukosten gemäss Schätzung 30 Mio. Franken, bei einer Kostengenauigkeit von +/– 30 Prozent. Eine Lösung mit Tunnel hätte Kosten in der Höhe von 133 Mio. Franken +/– 30 Prozent zur Folge.

Anfang November 2014 wurde das Vorprojekt in Auftrag gegeben. Das Ziel ist eine Strasse, die sich der Topografie anpasst und das Landschaftsbild so wenig wie möglich beeinträchtigt. Bestandteil des Projekts ist der Ausbau der Wilen-/Wolleraustrasse von der Gemeinde- zur Kantonsstrasse. Gleichzeitig sollen auf der Leutschen- und der Schindellegistrasse flankierende Massnahmen umgesetzt werden.

Am 24. November 2014 wurden die direkt betroffenen Anwohner sowie die Teilnehmenden der Mitwirkung Halten über den Variantenentscheid informiert. Am 25. November 2014 fand zudem eine öffentliche Orientierungsversammlung statt.

Plan-Zubringer-Halten