«Höfner Dialog» abgeschlossen

Die «Masterplanung Höfner Dialog» geht an den Regierungsrat

Am 17. Oktober 2011 fand die letzte Veranstaltung des «Höfner Dialogs» zum Thema Verkehrsprobleme statt. Rund 50 Vertreter von Parteien, Vereinen und anderen Organisationen, sowie betroffene und interessierte Bürgerinnen und Bürger, trafen sich zur Verabschiedung der gemeinsam erarbeiteten «Masterplanung Höfner Dialog». Sie geht jetzt an den Regierungsrat.

Mit viel Engagement und hoher Dialogbereitschaft haben die Teilnehmenden des «Höfner Dialogs» an drei Treffen die «Masterplanung Höfner Dialog» entwickelt. Diese wurde am 17. Oktober an Regierungsrat Othmar Reichmuth übergegeben. Der Leiter des Baudepartements wird sie nun mit Regierung und Gemeinden besprechen und danach das weitere Vorgehen beschliessen. Der «Höfner Dialog» ist zwar damit abschlossen, aber das partizipative Verfahren geht weiter: Anfangs Januar 2012 informiert Reichmuth die Teilnehmenden des «Höfner Dialogs» und die Bevölkerung über das weitere Vorgehen und erklärt, nach welchen Modalitäten die Bevölkerung im Planungsprozess involviert bleibt.

Erfolgreicher Dialog – breite Wirkung

Im Verlauf der drei Veranstaltungen des «Höfner Dialogs» haben sich Vertreter von politischen Parteien, bürgernahen Organisationen, landwirtschaftlichen Kreisen, sowie Betroffene und engagierte Bürgerinnen und Bürger in die komplexe Materie eingearbeitet. In einem ständig tiefer gehenden Prozess, der durch professionelle Moderatoren und Fachleute begleitet wurde, sind Bedürfnisse und Wünsche formuliert, Vorstellungen und Konzepte besprochen sowie Prioritäten gesetzt worden.
Nach jeder Phase des Dialogs wurden die Ergebnisse zu neuen Arbeitsdokumenten verarbeitet. Die Teilnehmenden brachten diese in ihre Parteien und Gremien ein, wo sie vertieft diskutiert, evaluiert und kommentiert wurden. Alle Rückmeldungen – es gab mehr als 180 – sind in die durch Fachleute vorbereiteten Entscheidungsgrundlagen eingeflossen. Am 17. Oktober wurden die letzten Anpassungen in die «Masterplanung Höfner Dialog» integriert und Regierungsrat Reichmuth übergeben – zuhanden des gesamten Regierungsrats.
Breite und Tiefe der Vernehmlassung geben der «Masterplanung Höfner Dialog» für die zukünftige Planung die unerlässliche Repräsentativität und Legitimität.

Gesamthafte Betrachtung – vernetztes Denken

Im Laufe der drei Veranstaltungen haben sich die Teilnehmenden mit der überdurchschnittlich komplizierten Materie auseinandergesetzt und die unvermeidbaren Sachzwänge unter die Lupe genommen. Die oft gegensätzlichen Bedürfnisse der einzelnen Dörfer des Bezirks wurden thematisiert und ihre Wirkung auf die Gesamtplanung analysiert. Dies führte zur Erkenntnis, dass eine gesamthafte Betrachtung der Verkehrsprobleme in den Höfen unabdingbar ist und die Wechselwirkungen der einzelnen Massnahmen genau überprüft werden müssen. Die Notwendigkeit des vernetzten Denkens wurde erkannt.
Unter anderem kamen die Teilnehmenden zur Einsicht, dass es unerlässlich sei, gewisse Trassees frei zu halten, um städteplanerische Entwicklungen nicht zu blockieren. Oder, dass die Wechselwirkung zwischen Siedlungsdichte und Verkehrsdichte zum Überdenken gewisser raumplanerischer Entscheide führen könnte. Es wurde auch anerkannt und unterstützt, dass kurzfristig realisierbare Massnahmen so schnell als möglich umgesetzt werden sollen - langfristige, zeitintensive Massnahmen aber gleichzeitig sofort in Planung gehen müssen, damit nicht noch mehr Zeit verloren geht.

Vollanschluss Halten ist prioritär

So kam auch der von den Teilnehmenden einstimmig verlangte Ausbau des Halbanschlusses Halten zum Vollanschluss auf Rang 1 in der Prioritätenliste. Dies wurde auch so in die «Masterplanung Höfner Dialog» aufgenommen – allerdings nicht unter «sofort umsetzbare Massnahmen», sondern unter «sofort in Planung zu gebende Massnahmen». Der Grund: Die Planung des Vollanschlusses Halten wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen, unter anderem, weil der Ausbau Land braucht, das erst umgezont werden muss. Dies soll aber nicht andere, früher realisierbare Massnahmen verhindern oder verzögern. Deshalb erfolgte die Aufteilung der Massnahmen in zwei Kategorien.
Der Vollanschlusses Halten ist übrigens Bestandteil der Gespräche, die der Kanton im Dezember mit dem Bundesamt für Strassen ASTRA führen wird.

Wie geht es weiter?

Regierungsrat Reichmuth hat alle Teilnehmenden informiert, dass sie am «Höfner Dialog» im Januar 2012 zu einem Abschlusstreffen eingeladen werden, bei welchem die Ergebnisse der Analyse der «Masterplanung Höfner Dialog» und das weitere Vorgehen – in Absprache mit Regierung und Gemeinden – bekannt gegeben werden. Diese Schritte erfolgen im Sinne einer partizipativen Planung, die anlässlich dieses Treffens ausführlich erklärt wird.

19. Oktober 2011

3. «Höfner Dialog»

17. Oktober 2011

 

Protokoll