«Freienbacher Dialog» wird angepasst

Im Vorfeld des «Freienbacher Dialogs» hat eine Spurgruppe die zu behandelnden Themen gesetzt und das geplante Vorgehen überprüft. Aufgrund der Rückmeldungen der Spurgruppenmitglieder hat der Gemeinderat entschieden, den Dialog anzupassen.

Eine Spurgruppe, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Freienbacher Parteien, Vereinen, Verbänden und Organisationen, hat sich bereit erklärt, unter der Leitung des Moderators Dieter Achtnich den «Freienbacher Dialog» vorzubereiten. An den Treffen der Spurgruppe teilgenommen haben auch Gemeindepräsident Kurt Zurbuchen und Fachbegleiter Elmar Schnellmann. Basierend auf der «Masterplanung Höfner Dialog» wurden alle potenziellen Gesprächsthemen des zukünftigen Dialogs mit der Bevölkerung kritisch überprüft und gewichtet. Die Hauptthemen wurden bereits bei der ersten Zusammenkunft gesetzt.

Am 11. April, bei der zweiten Zusammenkunft, wurde nochmals intensiv diskutiert. Eine Mehrheit in der Spurgruppe ist dabei zum Schluss gekommen, dass der «Freienbacher Dialog» in der geplanten Form nicht zielführend sei. Gemeindepräsident Kurt Zurbuchen hat diese Rückmeldung zur Kenntnis genommen und erklärt, dass der Gemeinderat über das weitere Vorgehen befinden wird.

Mitglieder der Spurgruppe begründen ihre kritische Haltung gegenüber dem Dialog damit, dass genügend Grundlagen vorhanden seien und keine neuen Erkenntnisse aus dem «Freienbacher Dialog» zu erwarten seien, beispielsweise beim «Vollanschluss Halten». Nachdem feststehe, dass der Bund den Vollanschluss baue und die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dem Projektierungskredit für den «Zubringer Halten» zugestimmt hätten, gebe es keinen Grund, nochmals darüber zu diskutieren. Erst wenn das konkrete Projekt vorliege, mache es wieder Sinn, die Bevölkerung einzubeziehen und auf Grund von Fakten den Dialog fortzuführen.

An der Gemeinderatssitzung vom 19. April haben die Mitglieder des Rats vom Anliegen der Spurgruppe Kenntnis genommen. Der Gemeinderat dankt der Spurgruppe für die engagierte Mitarbeit und hat entschieden, aufgrund ihrer Rückmeldungen den «Freienbacher Dialog» anzupassen. Er hält aber grundsätzlich an den Zielen des Dialogs fest: Die Bevölkerung soll die Übersicht über die raum- und verkehrsplanerischen Herausforderungen bekommen und sich bewusst werden, was auf dem Spiel steht. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger haben das Recht zu wissen, welche Auswirkungen ein Ja oder ein Nein zu einem Projekt wie beispielsweise die Umfahrung Pfäffikon hat. Der  Gemeinderat ist deshalb der festen Überzeugung, dass der «Freienbacher Dialog» durchgeführt werden muss, allerdings mit den entsprechenden Anpassungen aufgrund der Rückmeldungen der Spurgruppe.

Regierungsrat Reichmuth zeigt Verständnis

Die Gemeinde hat Regierungsrat Othmar Reichmuth über die Rückmeldungen der Spurgruppe und die Anpassung des «Freienbacher Dialogs» informiert. Der Vorsteher des Baudepartments kann die Einwände der Spurgruppe nachvollziehen, dass es ohne konkrete Projektvorlagen wenig Sinn macht, über den «Zubringer Halten» zu diskutieren. Er ist aber der Ansicht, dass die Wirkung des Zubringers auf die Wilenstrasse und Leutschenstrasse innerhalb des Dialogs diskutiert werden muss. Erste Abklärungen zum Zubringer sind bereits in Auftrag gegeben worden. Zudem hält der Vorsteher des Baudepartements fest, dass er das Projekt vorantreiben will. Aber erst nach dem «Freienbacher Dialog», wie an der Schlussveranstaltung des «Höfner Dialogs» versprochen. Sobald die Projektvorlagen erarbeitet sind und konkrete Aussagen gemacht werden können, möchte er den Dialog mit der Spurgruppe und der Bevölkerung über den «Zubringer Halten» in geeigneter Form wieder aufnehmen.

Anpassungen des «Freienbacher Dialogs»

Die geplante erste Veranstaltung vom 27./28. April 2012 findet nicht statt. Die beiden anderen Veranstaltungen des «Freienbacher Dialogs» vom 23. Mai und 12. Juni werden durchgeführt und inhaltlich angepasst. Die Reduktion des Zeitrahmens für den „Freienbacher Dialog“ wird möglich, weil das Thema «Vollanschluss Halten und Zubringer Halten» nicht mehr traktandiert ist. Die Auswirkungen des Zubringers auf die Wilenstrasse und Leutschenstrasse bleiben aber Gegenstand des Dialogs. Themen wie beispielsweise die Umfahrung Pfäffikon, die Teilzonenplanung und das Städtebauliche Konzept können im Zeitrahmen der zur Verfügung stehenden Veranstaltungen wie geplant behandelt werden.

«Tag der offenen Baustellen»

Über die Rückmeldungen der Spurgruppe hinaus ist der Gemeinderat zudem zum Schluss gekommen, dass die Komplexität der Materie eine vertiefte Information erfordert. Diese wird der Bevölkerung im Rahmen einer ergänzenden Veranstaltung des «Freienbacher Dialogs» zugänglich gemacht. Eine wesentliche Anpassung des Dialogs beinhaltet also eine zusätzliche Informationsplattform für jene Freienbacherinnen und Freienbacher, die nicht am Dialog teilnehmen können. Das heisst, es wird an Stelle der ersten Veranstaltung (27. und 28. April) am 23. Juni 2012 einen «Tag der offenen Baustellen» geben, wo die verschiedenen Projekte, deren Auswirkungen und Verknüpfungen gut verständlich und anschaulich präsentiert werden. Fachleute vor Ort werden Fragen beantworten. Die Bevölkerung kann vor Ort auch Stellung nehmen. Zusätzlich wird es Input-Referate geben. Der Anlass soll der ganzen Bevölkerung die Gelegenheit bieten, sich eine Meinung zu bilden. Selbstverständlich werden auch die Ergebnisse des «Freienbacher Dialogs» kommuniziert.

Anmeldefrist „Freienbacher Dialog verlängert

Weil die erste Veranstaltung entfällt, ist es möglich geworden, bis am 18. Mai weitere Anmeldungen für den «Freienbacher Dialog» (zwei Abendveranstaltungen) entgegenzunehmen. Die Bevölkerung wird via Medien und Internet darüber informiert.

Dank an die Spurgruppe

Der Gemeinderat dankt der Spurgruppe für ihr Engagement und die wertvollen Rückmeldungen. Er ist überzeugt, dass die darauf basierenden Anpassungen des Dialogs im Sinne der Bevölkerung sind. Zumal durch die Zusatzveranstaltung ein weitaus grösserer Kreis der Einwohnerinnen und Einwohner Zugang zu den Informationen bekommt – so, wie in der Umfrage vom Herbst 2010 gewünscht. Die Vorbereitungen für die beiden Veranstaltungen sowie den «Tag der offenen Baustellen» werden jetzt in Angriff genommen.

23. April 2012

Wir weisen dem Verkehr den Weg!

Liebe Freienbacherinnen und Freienbacher

Zurbuchen-Portrait

Am 23. Mai beginnt der «Freienbacher Dialog». Im Namen des Gemeinderats lade ich Sie herzlich zum Mitmachen ein: Unter fachkundiger Beratung und Begleitung erarbeiten Sie konkrete Ansätze zur Lösung unserer Verkehrsprobleme – gemeinsam mit allen interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern unserer Gemeinde. Die Behörden haben sich verpflichtet, die Ergebnisse des Dialogs in die Raum- und Verkehrsplanung einfliessen zu lassen. Alle Freienbacherinnen und Freienbacher ab dem 16. Lebensjahr sind willkommen.

Ich freue mich, Sie im Namen des gesamten Gemeinderats am 23. Mai begrüssen zu dürfen.

Kurt Zurbuchen
Gemeindepräsident

«Freienbacher Dialog»

Flyer