Ergebnisse des Freienbacher Dialogs

Mit dem «Tag der offenen Baustellen» vom Samstag, 23. Juni 2012 ist der Freienbacher Dialog abgeschlossen. Die Ergebnisse werden an der gemeinderätlichen Klausur im September besprochen. Die Bevölkerung wird anschliessend über das weitere Vorgehen informiert.

Am «Tag der offenen Baustellen», der dritten und letzten Veranstaltung des Freienbacher Dialogs, konnte sich die Bevölkerung anhand von Plänen und Bildern informieren über die Umfahrung Pfäffikon, den Zubringer Halten sowie über mögliche Massnahmen auf der Churerstrasse, falls die Umfahrung nicht realisiert wird. Fachleute und Behörden vor Ort erklärten die Projekte und Konzepte und beantworteten Fragen. Ein zentrales Thema war ausserdem die Teilzonenplanung.

Stossrichtungen für die Behörden

Im Fokus der Ausstellung standen auch die Ergebnisse des Dialogs. Die kritischen Anmerkungen, die Anregungen und Fragen der Teilnehmenden aus den Gruppenarbeiten wurden im Detail aufgezeigt. Die daraus resultierenden wichtigsten Stossrichtungen und Orientierungspunkte für die Behörden sind für die Gemeinde und den Kanton wegweisend. An erster Stelle stehen die Forderungen: «Wir wollen in der jetzigen Grössenordnung eine dynamische Gemeinde bleiben» und «die Entwicklung im Raum Pfäffikon muss geklärt, definiert und festgelegt werden». Gemeint sind damit vor allem Anliegen wie die Lebensqualität und die Verminderung der verkehrlichen Belastungen. Mit dem Vorhaben Teilzonenplanung und der jetzt gestarteten kommunalen Richtplanung hat der Gemeinderat bereits Massnahmen ergriffen, die diesen Forderungen nachkommen.
Weitere Anliegen sind unter anderem die Aufwertung des Bahnhofs Pfäffikon als Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs, die Durchfahrt der Busse ohne Zeitverlust sowie die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den Langsamverkehr.

Handeln statt warten

Konkret ist die Forderung an die Behörden, jetzt zu handeln und nicht mehr länger zuzuwarten. Raschen Handlungsbedarf sehen die Dialog-Teilnehmenden bei der Durchführung der Abstimmung über die Umfahrung Pfäffikon, bei der Sicherung des Raums für die Umfahrung und die Churerstrasse, beim Vorantreiben des Vollanschlusses Halten sowie bei der Realisation von kleineren, unabhängigen Projekten.

Wichtige Ziele erreicht

Der Gemeinderat hat im Vorfeld des Freienbacher Dialogs betont, wie wichtig es ist, dass die Bevölkerung die Übersicht über die raum- und verkehrsplanerischen Herausforderungen erlangt und sich bewusst wird, was auf dem Spiel steht. Gemäss Moderator Dieter Achtnich wurde dieses Ziel erreicht: «Die Teilnehmenden haben erkannt, wie komplex die Projekte sind, welche Rahmenbedingungen und Abhängigkeiten bestehen, und dass die Realisation der Schlüsselprojekte mindestens ein Jahrzehnt beansprucht. Es ist ihnen aber auch bewusst geworden, dass sich widersprechende Forderungen im Raum stehen.» Die Gemeindebehörden haben ihrerseits die Erkenntnis gewonnen, dass es unverzichtbar ist, mit der Bevölkerung im Gespräch zu bleiben.

27. Juni 2012