Verlegung Anschluss Wollerau mit Zubringer Wollerau und Zubringer Wilenstrasse (Fällmistunnel)

Wollerau Kreisel Richtung Hauptstrasse: Verkehr reduzieren – Immisionen senken.

Die Ein- und Ausfahrten der A3 in Wollerau stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Das Risiko steigt, dass die Ausfahrt aus Sicherheitsgründen zeitweise geschlossen werden muss, um Staus auf der A3 zu verhindern. Es genügt nicht, den Vollanschluss Halten zu bauen, um die Lage zu entschärfen: In Wollerau würde der Verkehr kaum zurückgehen. Mit der Verlegung des Anschlusses in das Gebiet Öltrotte und dem Bau des Fällmistunnels sinkt die Verkehrsbelastung in Wollerau nachhaltig um rund 70%. Dafür steigt sie auf der Wilenstrasse vorübergehend auf max. 10’500 Fahrzeuge/Tag – bis der Vollanschluss Halten mit Zubringer Halten gebaut ist: Dann sinkt sie auf 3’300 Fahrzeuge/Tag (Projektion für das Jahr 2025; heute: 6’400 Fahrzeuge/Tag). Um die Lage in Wilen möglichst rasch zu verbessern, erarbeitet der Gemeinderat mit zwei Arbeitsgruppen aus Wilen Beruhigungsmassnahmen.

Der Gewinn:

  • Aufwertung des Dorfkerns Wollerau: bis zu 70% weniger Verkehr.
  • Erhöhung der Sicherheit auf der A3 (Risiko einer Sperrung der Ausfahrt Wollerau infolge Rückstaus gebannt).
  • Staufreie Anbindung an die A3.

Die Kosten: Fr. 104.5 Mio.

  • Gemeinde Freienbach Fr. 1.8 Mio.
  • Gemeinde Wollerau Fr. 16.1 Mio.
  • Kanton Fr. 16.6 Mio.
  • Bund Fr. 70.0 Mio.

 

Zubringer Halten-Schwerzi

Das ASTRA hat es bestätigt: Der Vollanschluss Halten wird gebaut. Die Anbindung der Industriezone Schwerzi an den Vollanschluss bedingt den Bau eines Zubringers. Ursprünglich sollten die dafür notwendigen Planungs- und Ausführungsarbeiten zwölf Jahre dauern. Auf Druck der Gemeinde Freienbach hat der Kanton diese Zeitspanne auf neun Jahre reduziert. Aus den Projektstudien sind die zwei besten Varianten ermittelt worden. Diese müssen jetzt evaluiert werden. Kanton und Gemeinde teilen sich die Kosten des Variantenstudiums von CHF 1.0 Mio. Der Kanton hat bereits seinen Anteil von CHF 0.5 Mio. bewilligt.

Flankierende Massnahme:
Wilen erarbeitet Lösungen zusammen mit der Gemeinde

  • Erhöhung der Sicherheit
  • Förderung des Langsamverkehrs
  • Optimierung des öffentlichen Verkehrs
  • Projektierung im Gang
  • 1. Bauphase: 2011

Die IG Freizeit Wilen setzt sich seit Jahren konstruktiv für ein lebendiges Wilen ein. Zurzeit entwickeln zwei ihrer Arbeitsgruppen – in Kooperation mit der Gemeinde Freienbach – Massnahmen zur Steigerung der Verkehrssicherheit und der Wohnlichkeit im Dorf. Gemeinsam werden Lösungen gesucht, welche die Lebensqualität in Wilen langfristig und nachhaltig sichern. Zum Beispiel sollen Sicherheitsdefizite auf dem Schulweg durch eine neue Wegführung im Bereich des SOB-Bahnübergangs behoben werden. Auch der Komfort der ÖV-Benutzer ist verbesserungsbedürftig. Empfohlen werden die Erhöhung und Verbreiterung des SOB-Perrons und der Neubau von Schutzhäuschen für SOB- und Buspassagiere.

Die Arbeitsgruppe «Verkehr» der IG Freizeit Wilen wird demnächst über diese und weitere Vorschläge beraten. Einen ersten Blick auf einige Lösungsansätze gibt es an der Wanderausstellung «Verkehrsoptimierung Höfe».

Mehr Sicherheit und mehr Komfort im Bereich SOB-Haltestelle.