Verkehrsgespräch Wilen und Wollerau:
Einen Schritt weiter

Für die Verkehrsprobleme von Wilen und Wollerau zeichnet sich eine mögliche Lösung ab. Ende Januar wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Verkehrsgesprächs Wilen und Wollerau über die Ergebnisse der getroffenen Abklärungen informiert.

Zur Entlastung der Gemeinde Wollerau ist die Verschiebung des Autobahnanschlusses vom Dorfzentrum ins Gebiet Öltrotte vorgesehen. Die Planung geriet ins Stocken, weil die Gemeinde Freienbach den Projektierungskredit für den nötigen Autobahnzubringer «Fällmistunnel» ablehnte. Das Nein hängt unter anderem damit zusammen, dass die Bevölkerung im Ortsteil Wilen Mehrverkehr befürchtet.

Ausgangslage hat sich verändert

2013 hat das kantonale Baudepartement das Ingenieur-Büro Emch+Berger mit einem Variantenvergleich beauftragt. Neben dem Fällmistunnel wurden weitere Zubringer-Varianten überprüft, die früher nicht priorisiert worden sind. Die aktuelle Siedlungsentwicklung wurde ebenso berücksichtigt wie die positive verkehrliche Wirkung des in Freienbach geplanten Vollanschlusses Halten mit Zubringer – eine wesentliche Veränderung der Ausgangslage.

Am 29. Januar fand das Verkehrsgespräch Wilen und Wollerau zum dritten Mal statt. Planer und Vertreter von Kanton und Gemeinden informierten über die Ergebnisse der getroffenen Abklärungen: Die Neubeurteilung der verkehrlichen Situation mit Vollanschluss Halten und Zubringer zeigt auf, dass eine Verschiebung des Autobahnanschlusses Wollerau ins Gebiet Öltrotte möglicherweise ohne Fällmistunnel und nur mit dem Zubringer Stegacker-Brücke realisiert werden kann. Allerdings in Verbindung mit ergänzenden flankierenden Massnahmen.

Umweltverträglichkeit abklären

Laut Regierungsrat Othmar Reichmuth, Vorsteher des kantonalen Baudepartements, haben sich die Abklärungen gelohnt: Mit den gewonnenen Erkenntnissen ist man dem Ziel, die Verkehrsprobleme in Wilen und Wollerau zu lösen, einen Schritt näher gekommen. Die Gemeindepräsidenten von Freienbach und Wollerau teilen diese Ansicht und begrüssen den Entscheid, dass der Kanton diese Variante von Fachleuten überprüfen lassen will. Vorerst sind vertiefte Abklärungen mit dem Bundesamt für Strassen ASTRA und bezüglich Umweltverträglichkeit nötig. Den neuen Lösungsansatz positiv aufgenommen haben auch die Teilnehmer des Verkehrsgesprächs Wilen und Wollerau. Voraussichtlich Ende Jahr werden die ersten Ergebnisse der Überprüfung der Variante Verlegung Anschluss Wollerau ohne Fällmistunnel vorliegen.

Gestützt auf die neue Ausgangslage wird auch der weitere Umgang mit der seit März 2013 bestehenden Planungszone überprüft.